Rothenburg ob der Tauber

 

Gemeinsames Schulprojekt

Neues Konzept "voll cool"

EJA Ansbach mit im Boot

„Es war cool und lustig. Es hat mir aber auch geholfen, zusammen zu arbeiten“, sagt eine Schülerin. „Es war cool, aber man kann auch schnell Heimweh bekommen“, sagt Sven.“Ich habe viel Spaß gehabt und würde gern länger bleiben“, versichert Lydia aus der 5a. Und Linda aus der Ganztagesklasse fand „alle Spiele toll, die wir gespielt haben“.

Mit einem neuen Konzept gingen die drei 5. Klassen der Valentin-Ickelsamer-Mittelschule Rothenburg unterstützt vom Erzbischöflichen Jugendamt Ansbach, der Fach- und Kontaktstelle für Katholische Jugendarbeit ins Europäische Schullandheim nach Bad Windsheim.

Bereits im achten Jahr gibt es schon diese Kooperation zwischen der Mittelschule und dem Erzbischöflichen Jugendamt Ansbach. Im Rahmen der „Orientierungstage“ verlassen alle neuen 5. Klassen für drei Tage die Schule, um die Klassengemeinschaft bewusst zu fördern und zu pflegen.

Und das neue Konzept hat sich bewährt: waren bislang die Lehrkräfte bei den Spiel- und Arbeitseinheiten außen vor, werden sie jetzt ganz bewusst in das Geschehen mit eingebunden. Und nicht nur das: alle drei 5. Klassen fahren jetzt gleichzeitig in das erst 2012 eröffnete Schullandheim. So kommen auch Kontakte zwischen den Klassen zustande, die sonst nur mühsam und mit viel Eigeninitiative in der Schule erreicht werden.

Die abwechslungsreiche und ausgewogene Mischung aus Stadterkundung, Stadtrallye, Spielen und Übungen in den einzelnen Klassen aber auch mit allen 50 Schülerinnen und Schülern machen dieses Projekt so besonders: am ersten Abend mussten alle Klassen mit- und gegeneinander viele Fragen und Aufgaben im „Chaos-Spiel“ lösen. Für den zweiten Abend bereiteten alle Klassen einen Spieleabend vor.

Gerade in den 5. Klassen, die aus bis zu 15 Grundschulen des Rothenburger Umlandes gebildet werden, müssen sich die Kinder wieder neu finden und ein neues Klassengefüge konstruieren. „Das geht mit den Orientierungstagen wunderbar auf“, bestätigen Bildungsreferent Jochen Ehnes vom Erzbischöflichen Jugendamt Ansbach und die beteiligten Lehrkräfte.

„Durch die Kooperation zwischen Schule und der sogenannten ‚außerschulischen Jugendarbeit‘, wie sie das Erzbischöfliche Jugendamt anbietet, ist erkennbar, dass sich die Kinder nach den drei Tagen deutlich besser kennen und dadurch in der Klasse besser aufeinander zugehen und noch besser miteinander zurecht kommen. Und das macht sich dann auch im gemeinsamen lernen und arbeiten bemerkbar“, sieht Bildungsreferent Jochen Ehnes positiv auf die neukonzipierten Orientierungstage zurück.   

Durch die neue Herberge, die - im Vergleich zur Bisherigen in der Fränkischen Schweiz - relativ nahe an Rothenburg liegt, bleibt noch mehr Zeit für Spiele und gemeinschafts-fördernden Übungen. Das neue Konzept der Orientierungstage, das täglich frisch zubereitete und kindgerechte Essen, die Mitarbeiterinnen und das Schullandheim in Bad Windsheim überzeugten die Verantwortlichen so sehr, dass sie kurzerhand die kommenden drei Jahre in Bad Windsheim fest gebucht haben.

von Jochen Ehnes